The Goddess Test

Als es für ihre schwerkranke Mutter keine Hoffnung mehr gibt, erfüllt die 18-jährige Kate ihr ihren letzten Wunsch und zieht mit ihr von New York in die Kleinstadt Eden, wo sie ihre verbliebenen Tage gemeinsam verbringen werden. Jahrelang hat Kate sich um ihre Mutter gekümmert, dass sie darüber hinaus ihr eigenes Leben vergisst, ist ihr völlig egal. Der Gedanke, sie zu verlieren, zerbricht ihr das Herz.

Auf Bitten ihrer Mutter, wagt Kate in Eden den Versuch sich öffnen. So findet sie in ihrer neuen Heimat einen guten Freund in ihrem Mitschüler James und sie kann ein wenig von ihrem traurigen Alltag loslassen. Doch die Verschnaufpause ist nur von kurzer Dauer. Bald geht es ihrer Mutter schlechter als je zuvor, als dann Kates Mitschülerin Ava auch noch tödlich verunglückt, bricht für sie erneut alles zusammen. Unerwartete Hilfe bekommt sie von einem Mann namens Henry. Dieser behauptet, er sei Hades, der Gott der Unterwelt. Er schlägt ihr einen Handel vor, der schwer auszuschlagen ist, für sie jedoch schlimme Konsequenzen haben könnte. Wenn sie sich bereit erklärt, jeden Herbst und Winter auf seinem Anwesen zu verbringen, wird er ihr im Gegenzug mehr Zeit mit ihrer Mutter geben. Um sich als Herrscherin an seiner Seite als würdig zu erweisen zu können, wird sie sich währenddessen sieben Prüfungen unterziehen müssen. Viele haben vor ihr versagt. Viele mussten dafür, dass sie überhaupt den Versuch wagten, sterben.

 

Mit drei weiteren Sätzen würde ich nicht nur das Ende von The Goddess Test verraten, sondern auch die ganze Geschichte, die die frischgebackene Autorin Aimée Carter schildert, nacherzählen. Dieses Buch ist auf verstörende Weise einschläfernd und nichtssagend. Die Charaktere sind eindimensional, der Plot wird bereits auf den ersten zwanzig Seiten ausgehaucht (Da kann auch eine kleine Überraschung auf den letzten zwanzig Seiten keine Jubelschreie hervorrufen). Am Ende des Buches gibt es eine Übersicht der "göttlichen" Charaktere und ihrer "irdischen" Namen. Was sicherlich als Hilfe gedacht ist, könnte schon im Vorfeld zu viel preisgeben, also sollten Leser, die gern erst Danksagungen lesen, vorsichtig sein. Bis auf den schwachen Bezug auf die Legende der Persephone sind diese Namen im Übrigen das Einzige, was annähernd mit griechischer Mythologie zu tun hat. Fans antiker Sagen sollten sich daher nicht zu viel erhoffen.

Geplant sind zwei weitere Teile. Die Fortsetzung, Goddess Interrupted, wird ab dem 20. März 2012 erhältlich sein. Auf Deutsch soll das Buch unter dem Titel Das göttliche Mädchen im Juni 2012 erscheinen.