Splitterherz

Elisabeth Sturm zieht mit ihren Eltern weg aus der belebten Großstadt Köln in das kleine Dorf Kaulenfeld. Zunächst entpuppt sich der Umzug als Albtraum. Ellie kann sich nur mühsam in der neuen Schule zurecht finden, Freundschaften schließt sie nur schleppend und zu all dem kommen schwere Müdigkeit, Ohnmachtsanfälle und Einsamkeit.

Erst als sie Colin trifft, kann sie dem Dorfleben etwas abgewinnen. Ausgerechnet er hat es ihr angetan, der nicht nur arrogant, sondern auch absolut zurückweisend ist. Trotzdem strahlt er eine Anziehungskraft aus, der Ellie nicht widerstehen kann. Als sie Colin näher kennenlernt, muss sie jedoch einsehen, dass er ein großes Geheimnis mit sich trägt, das ihr Leben verändert. Doch das ist nicht alles. Sie muss auch erkennen, dass ihr Vater nicht der ist, für den sie ihn immer gehalten hat, und dass Colin und er Feinde sind.

Bettina Belitz behandelt ein alltägliches Thema, das Raum für Spekulationen lässt - unsere Träume. In ihrer Welt gibt es Nachtmahre, die sich von Träumen ernähren. Nachdem nun viele Romane von Vampirgeschichten geprägt waren, erschienen die Nachtmahre sehr erfrischend.

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Skindancer: Magisches Tattoo

Dakota Frost gehört zu Atlantas begehrtesten Tätowierern. Doch wo sich Hexen, Vampire, Gestaltwandler und Menschen die Hand reichen, kann von schlichter Körperkunst natürlich nicht die Rede sein. Die Tattoos, die Dakota auf die Haut ihrer Kunden verewigt, sind einfach magisch. 

Dakotas neuester Auftrag, ein Symbol, das ein Werwolf gestochen haben möchte, ist kein leichtes Unterfangen, denn bei einem Wesen seiner Art ist besondere Vorsicht geboten. Obwohl für sie keine Herausforderung zu groß ist, hätte der geheimnisvolle Kunde keinen schlechteren Zeitpunkt wählen können, denn unmittelbar vor dem Treffen mit ihm hat Dakota erfahren, dass ein Mörder Jagd auf die Haut von Magisch-tätowierten macht. Das FBI selbst hat sie in diesem Fall als Beraterin hinzugezogen und es bleiben nur noch wenige Tage, den Täter zu fassen, bevor er erneut zuschlägt.

Die Magie von Dakotas Tätowierungen besteht darin, dass diese auf dem Körper lebendig werden. Dakota hat ihren eigenen Körper von Kopf bis Fuß in ein Kunstwerk verwandelt und das nicht nur zu Werbezwecken. Ihr Aussehen spiegelt auch ihren Charakter wider, doch selbst ihre Coolness weicht, als sie von der Mordserie erfährt. Dakota nimmt ihre Arbeit sehr ernst und lässt die gewünschten Motive stets von ihrer Freundin, der Hexe Jinx, überprüfen. Um bei der Überprüfung vom Tattoo des Werwolfes sicher gehen zu können, muss sie jedoch Umwege in Kauf nehmen. Bereits die erste Anlaufstelle, das Vampir-Anwesen, in dem ihre Ex-Freundin und frisch konvertierte Blutsaugerin Savannah residiert, passt ihr überhaupt nicht. Bis sie an ihr Ziel kommt, wird Dakota jedoch nicht nur noch tiefer in die dunkle Welt der Monster vordringen, sondern auch sehr viele Feinde machen.

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Die Flucht - Cassia & Ky: Band 2

Wie durch ein Wunder gelingt Cassia, die zur Arbeit in die landwirtschaftliche Provinz versetzt worden ist, die Flucht in die Äußeren Provinzen – sie will nach Ky suchen, ihrer großen Liebe.

Dort kämpft Ky als Soldat für die Gesellschaft und ist ununterbrochen tödlichen Angriffen ausgesetzt. Als Cassia endlich auf eine Spur von Ky stößt, ist er bereits entkommen und auf dem Weg in die gefährlichen Canyons in den Grenzgebieten. Verzweifelt macht sich Cassia auf den lebensbedrohlichen Weg.

Wie sehr habe ich mich gefreut – wie sehr wurde ich enttäuscht. Schon das Cover strahlt gewissermaßen aus, dass Die Flucht nicht mit seinem Vorgänger mithalten kann. Nun gut, die Idee mit dem Mädchen in der Glaskugel wird wieder aufgegriffen, aber das eher schlecht als recht. Eine tänzelnde junge Frau zerbricht scheinbar unbewusst und desinteressiert ihr gläserner Gefängnis. Soll das die Cassia sein, die uns in Die Auswahl vorgestellt wurde?

Mit Genuss habe ich den ersten Band der Geschichte von Cassia & Ky verschlungen, eine Mühsal war die Fortsetzung. Während das Buch zu Beginn noch an seinen Vorgänger erinnert, der sehr liebevoll geschrieben und schnell gelesen war, verliert Die Flucht bald stark an Geschwindigkeit und bleibt viel zu lange an weniger interessanten Orten und Handlungsabschnitten hängen. Völlig abzusehen ist von Anfang an, dass Cassia Ky wieder findet. Erst im letzten Drittel des Buches entwickelt sich ein leichtes Mysterium, das den mittlerweile aber absolut gelangweilten Leser auch nicht mehr wirklich begeistern kann. Es will einfach keine fesselnde und spannende Stimmung aufkommen.

Eigentlich hatte der Auftakt der Dystopien-Reihe, Die Auswahl, wirklich viel Potenzial. Was sich Ally Condie allerdings bei Die Flucht gedacht hat, bleibt mir ein Rätsel. Ich verzichte auf die Lektüre des dritten Teils uns trauere der Begeisterung für den ersten Band hinterher – schade!


Die Insel der besonderen Kinder

Jacobs Eltern sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass ihnen die Selbstsabotage ihres Sohnes auffallen würde. Zurzeit sieht diese vor, dass er alles erdenkliche tut, um aus seinem Aushilfsjob gefeuert zu werden, denn die standesgemäße Karriere in der Ladenkette seines reichen Onkels ist das Letzte, was er will. Jacob hat auch einen besten Freund, jedoch steht diese Freundschaft eher für eine Zweckgemeinschaft, und wie Jacob selbst sagt, klinge die Bezeichnung "bester Freund" einfach besser, als zugeben zu müssen, dass er sein einziger Freund sei.

Zu seinem Großvater Abraham hat Jacob jedoch eine sehr innige Beziehung. Als Jake klein war, lauschte er stets dessen verrückten Geschichten über das Waisenhaus auf der Insel, wo Abraham nach seiner Flucht aus Polen seine schönsten Kindheitstage erlebte. Sein Großvater sprach oft über die besonderen Kinder der Heimleiterin Miss Peregrine und hin und wieder auch von den Monstern, die ihn verfolgten. Dieses besondere Ritual der beiden Portman-Männer wurde stets von Großvaters skurriler Fotosammlung begleitet. Mit Jacobs Erwachsenwerden wurden diese Geschichten für ihn leider zu Märchen, die Bilder zu schlichten Fotomontagen und Abraham zum Opfer seiner grenzenlosen Fantasie. Als sein Großvater jedoch brutal ermordet wird und Jacob selbst eines seiner Monster sieht, beginnt sein eigenes, vollkommen reales Märchen.

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Die Dämonenfängerin - Aller Anfang ist die Hölle

Im Jahr 2018 hat Luzifer die Großstädte mit Dämonen besetzt. Riley ist siebzehn Jahre alt, die Tocher des alleinerziehenden Dämonenfängers Paul Blackthorne und wollte schon immer in dessen Fußstapfen treten. Als Rileys Vater bei einem Auftrag stirbt, ist Riley dennoch nicht ganz auf sich alleine gestellt.

Da gibt es immer noch Beck, den ehemaligen Partner von Paul Blackthorne, der unter dem Ableben seiner Vaterersatzes ebenso sehr zu leiden hat wie Riley. Außerdem hat sie noch ihren besten Freund Peter, der überhaupt nicht begeistert ist von ihrer Tätigkeit als Auszubildende Dämonenfängerin. Und da sie in Paul Blackthorne nicht nur ihren Vater, sondern auch ihren Meister verloren hat, erhält sie einen neuen: Den griesgrämigen Harper, der für das Behandeln seiner Lehrlinge einen schlechten Ruf in der Zunft hat und auch sonst kein Anhänger Rileys ist. Als sie jedoch Simon kennenlernt, der ebenfalls unter Harpers Fittichen steht, scheint ihre Situation nicht mehr ganz so hoffnungslos - bis sich alle Höllenbewohner ganz offensichtlich gegen Riley zu verbünden scheinen und die gesamte Zunft in Gefahr bringen.

Jana Oliver liefert mit Aller Anfang ist die Hölle den Beginn ihrer Reihe Die Dämonenfängerin und überzeugt dabei nahezu auf ganzer Länge. Das Buch glänzt durch hervorragend ausgearbeitete Charaktere, spannend inszenierte Sequenzen und große, aber nicht überdramatisierte Emotionen.

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Mercy - Gefangen

Mercy, so nennt sie sich zumindest, weiß nicht, woher sie kommt, oder wer sie eigentlich ist. Eins weiß sie dennoch gewiss: Einen eigenen Körper besitzt sie nicht. Sie ist eine wandernde Seele, die für kurze Zeit einen menschliche Körper bewohnt und ihn eben so schnell wieder verlässt.

Genau das passiert mit ihr und der 16-jährigen Carmen. Als Mercy wieder einen klaren Gedanken fassen kann, befindet sie sich im Körper von Carmen, die mit ihrer Jahrgangsstufe der Mädchenschule St. Joseph's zu einem Chorauftritt nach Paradise fährt. Das Anpassen an den neuen Körper fällt Mercy nicht auf Anhieb leicht und auch das Starren der anderen Menschen, als sie von ihrem Gastvater Stewart Daley abgeholt wird, macht ihre Situation nur noch seltsamer. Sie findet schnell heraus, dass Stewart Daleys Tochter, Lauren, vor zwei Jahren entführt wurde und das kleine Kaff Paradise ihren Gastvater unter Verdacht hat. Ryan, Laurens Bruder, hat die Suche nach seiner Schwester nicht aufgegeben. Mercy findet Gefallen an Ryan und ist davon überzeugt, dass er Recht hat. Also begibt sie sich neben ihren Chorproben auf die Suche nach Lauren, denn es scheint, als könne nur sie das verschollene Mädchen retten.

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Nacht

Alma liebt alles, was violett ist. Ihre neueste Anschaffung in dieser Farbe ist ein Heft, das sie eigentlich nicht benutzt. Und trotzdem findet sie plötzlich, in ihrer Handschrift niedergeschrieben, eine merkwürdige Geschichte darin. Zu ihrem Grauen erweist sich diese kurze Zeit später nicht nur als wahr, sondern berichtet auch noch von den letzten Minuten eines Architekten, der umgebracht wurde. Dieser Mord soll nicht der letzte sein, den Alma in ihrem violetten Heft vorfindet.

Alma ist siebzehn Jahre alt und davon überzeugt, zur Elite ihrer hinterweltlerischen Schule zu gehören. Und sie ist auch der Kopf des Ganzen - damit sind sie und ihre Freundinnen Naomi, Seline und Agatha gemeint. Doch auch die coolsten Mädchen sind nicht vor Übeltaten sicher. Ein Video, in dem Seline halbnackt zu sehen ist, macht eines Tages die Runde. Die Freundinnen beschließen, den verantwortlichen Adam zu bestrafen. Leider läuft ihr Vorhaben nicht ganz nach Plan und allen, außer Agatha, tut die Entwicklung der Racheaktion allmählich leid. Nur wenige Tage später wird Adam der Verwüstung vom Büro des Schulleiters beschuldigt, doch war er es wirklich?

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Blutrote Schwestern

Es war einmal, vor nicht zu langer Zeit, ein Häuschen voller Wärme und Geborgenheit. Im trauten Heim schenkte Oma March ihren Enkeltöchtern Liebe und Zärtlichkeit. Doch dieser wurden sie beraubt, als sie den Wolf in menschlicher Gestalt geglaubt. Es war einmal, vor nicht zu langer Zeit, ein Häuschen, das Schauplatz wurde großer Grausamkeit.

Mein kurzer Reim beschreibt den Prolog von Jackson Pearces Blutrote Schwestern. Das Vorwort erinnert an das Märchen vom Rotkäppchen, leitet jedoch eine moderne Version, die über "und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage" hinausgeht, ein.

Die Schwestern Scarlett und Rosie erfahren als Kinder um die Existenz der Fenris. Sie müssen miterleben, wie der vermeintlich harmlose Vertreter mit der geheimnisvollen Tätowierung am Handgelenk in seiner wahren Gestalt ihre Großmutter ermordet, und können sich nur dank Scarletts mutigem Einsatz retten. Jahre später haben sie ihr Leben der Jagd auf die Fenris (werwolfartige Wesen) und dem Schutz aller ahnungsloser Mädchen verschrieben. Dabei steht ihnen ihr bester Freund Silas zur Seite.

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Heldensommer

Zwei Jugendliche wollen sich an ihrem Französisch-Lehrer rächen, weil sie wegen ihm das Schuljahr wiederholen müssen. Zumindest schieben sie lieber ihm und nicht ihrer Faulheit die Schuld in die Schuhe. Dafür köpfen sie eine Statue in ihrem Heimatort und machen sich unter einem anderen Vorwand und ohne wirkliche Sprachkenntnisse, dafür aber mit Drogen, auf den Weg nach Frankreich, wo sie den Kopf dem Lieblingsdenkmal ihres Lehrers aufsetzen wollen.

Das ist im Grunde genommen die Geschichte hinter Heldensommer von Andi Rogenhagen. Was einem im ersten Moment in einem sommerlichen Gelb als leichte Lektüre für 15-Jährige im Buchregal präsentiert wird, ist für mich nicht nur schockierend, sondern merkwürdigerweise auch faszinierend. Mehrmals spürte ich das Verlangen, das Buch aus der Hand zu legen und die Lektüre endgültig abzubrechen. Das Problem dabei: Ich schaffte es nicht. Sosehr mich der Roman zwischenzeitlich auch bestürzte, ich musste einfach wissen, wie töricht der Road Trip der beiden Teenies weiter ging und wie sich ihre Freundschaft entwickelte. Und letztlich war ich auch ein wenig froh, mein erahntes Ende zu lesen.

Bevor ich Heldensommer also gewissermaßen in der Luft zerreiße, muss definitiv klargestellt werden, dass ich das Buch keinesfalls als abgrundtief schlecht bezeichnen würde. Es hat mich zwischenzeitlich durchaus unterhalten und zum Lachen gebracht. Außerdem entschuldige ich mich schon jetzt für die anstößigen Inhalte, ohne die diese Rezension allerdings kaum auskommen würde.

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Ruht das Licht

Nachdem Sam den Wolf in sich besiegt hat, kann er nun mit Grace zusammen sein. So scheint es zumindest. Während er sich an seine vollkommen menschliche Gestalt gewöhnen muss, verändert sich etwas in Grace. Zuerst sind es nur die Stimmen der Wölfe, die sie hört und die nach ihr rufen, dann aber ist es ihr Körper, der klare Zeichen setzt.

Grace wollte nichts lieber, als ihr Leben mit Sam verbringen. Nicht als Wolf, sondern als Mensch. Was geschafft zu sein scheint, entpuppt sich hinterher als nicht ganz so leicht. Grace verändert sich. Es ist nicht mehr Sam, dem der Winter zu schaffen macht, sondern Grace, die sich nun gegen den Wolf in sich wehren muss. Sie klammert sich an ihre und Sams Menschlichkeit und kämpft mit aller Macht gegen ihr Schicksal. Während Grace dagegen ankämpft, versucht Cole aus tiefstem Herzen ein Wolf zu bleiben, denn er möchte vergessen. Vergessen, wer er ist und wo er herkommt. Doch dieser Wunsch soll ihm vergönnt bleiben, denn seltsamerweise ist er derjenige, der sich immer wieder vom Wolf in einen Menschen zurückverwandelt.

Sam hingegen, der sich und sein Menschendasein erst einmal genauer kennenlernen muss, wird mit der Verantwortung für die Wölfe konfrontiert. Zuerst ist er sich dieser Verantwortung jedoch nicht bewusst, sondern erst einige schwere Ereignisse öffnen ihm die Augen.

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