
- Verfasst von Tanja Böhm
- In: Serien-Vorstellung
- Erschienen am 28 Jan 2012
Wo ein "Grimm" ist, sind die Monster nicht weit
Nach unserer Vorstellung von Once Upon A Time möchten wir euch mit einer weiteren Serie bekannt machen, die ebenfalls an die Märchenwelt anlehnt und sich zeitgemäß auf den Bildschirmen zu etablieren versucht. Vergangenen Herbst feierte Grimm auf dem amerikanischen Fernsehsender NBC Premiere. Für die Serie verantwortlich zeichnen sich Stephen Carpenter, David Greenwalt und Jim Kouf. Greenwalt wirkte unter anderem bei Buffy - Im Bann der Dämonen und Angel - Jäger der Finsternis, eine der Serien, in der auch Kouf seine Kreativität hat spielen lassen, mit.
Nick Burkhardt (David Giuntoli) lebt zusammen mit seiner Freundin Juliette (Bitsie Tulloch) in Portland und verdient seinen Lebensunterhalt als Mordermittler. In diesem Beruf sieht man sicher viel Verstörendes, doch Nick entdeckt seit Neuestem Dinge, die niemand sonst wahrzunehmen scheint. In seinen Augen werden die Gesichter einiger Menschen zu angsteinflößenden Grimassen von Monstern. Natürlich glaubt Nick zunächst, sein Verstand spiele ihm einen Streich.
Nicht lange nachdem Nicks Visionen beginnen, sucht ihn seine Tante Marie (Kate Burton) auf, und sie werden bald darauf angegriffen. Am Totenbett offenbart Marie ihm, dass er ein Grimm sei, der letzte Nachkomme einer Generation von Jägern, welche Kreaturen bekämpft, deren Existenz die Menschen eigentlich nur in der Märchenwelt glauben. Da Marie nur wenig später stirbt, bleiben viele Fragen unbeantwortet, doch die nunmehr größere Gefahr, die auf Nick und seine Mitmenschen lauert, veranlasst ihn dazu, die Augen wirklich zu öffnen und sogar seine Fälle aus einem anderen Blickwinkel zu durchleuchten.

- Verfasst von Alexandra Hoer
- In: Serien-Vorstellung
- Erschienen am 17 Jan 2012
"Once Upon A Time": Es war einmal…
"Es war einmal…" Dieser Satz hat fast jeden während der Kindheit begleitet, oft in Form von Büchern und Erzählungen. Es gibt aber auch viele Filme, Fernsehproduktionen und mehr, die mal gut mal schlecht versuchen, das Thema Märchen für die Leinwand und den Fernseher umzusetzen. Ganz frisch ist hier die Fantasy-/Märchenserie Once Upon A Time, produziert und ausgestrahlt vom US-Sender ABC, bekannt für Serien wie Legend Of The Seeker. Frisch ist auch die Art, wie der Sender an das Material herangeht. So werden nicht einfach nur die Märchen verfilmt, sondern in unserer Welt platziert, einer Welt ohne Erinnerung und Happy End.
Schneewittchen und der Prinz können endlich ihren Sieg über die böse Königin mit ihrer Hochzeit besiegeln, als diese von Zorn getrieben in die Feierlichkeit platzt. Obwohl sie bereits verloren hat, möchte sie sich nicht geschlagen geben und belegt die ganze Märchenwelt mit einem Fluch. Sie sollen alle ihren Sieg feiern, sich aber nicht zu früh freuen. Denn wenn ihr furchtbarer Fluch sie trifft, werden sie in eine Welt verbannt, in der es kein Happy End gibt und sie sich nicht an ihre eigentliche Identität erinnern werden. Unsere Realität.

- Verfasst von Alexandra Hoer
- In: Serien-Vorstellung
- Erschienen am 11 Nov 2011
"Game of Thrones": Eine Serienperle, von der wir noch sehr viel hören werden
Wenn das altbekannte HBO-Logo mit einem Zischen auf dem Bildschirm aufflackert, ergreift mich schon die Vorfreude, stehen die drei Buchstaben doch für exzellente Fernsehunterhaltung. Nur ist es diesmal nicht True Blood, das über meinen Fernseher flackert, sondern der Serien-Neuling Game of Thrones, die filmische Umsetzung der Buchreihe Das Lied von Feuer und Eis.
König Robert Baratheon hat den langen Kampf um den eisernen Thron für sich entscheiden können und doch ist nie wirklich Ruhe auf dem Kontinent Westeros eingekehrt. Als plötzlich die Hand des Königs, sein engster Vertrauter und Berater, einem Fieber erliegt, scheinen die unterschwelligen Unruhen vollends auszubrechen und die Machtkämpfe von Neuem zu beginnen. Um das Gleichgewicht zwischen den Königreichen zu halten und die Lücke, die Jon Arryn hinterlassen hat, zu schließen, bittet Robert Baratheon seinen engen Freund Eddard Stark, mit ihm nach King’s Landing zu kommen, um dort als neue Hand des Königs zu fungieren. Doch lässt „Ed“ Stark Frau und Kinder nur ungern in Winterfell zurück. Vor allem, da er sich sehr wohl darüber bewusst ist, wie intrigant der Hof und vor allem auch Königin Cersei Lannister und ihre Familie sind, die schon ewig nach Thron und Macht streben. Doch auch die Geschwister Viserys und Daenerys Targaryen planen, das Meer nach Westeros zu überqueren und den Thron, der ihnen gestohlen wurde, zurückzufordern.
Obwohl die Grundgeschichte bei weitem nicht so blutig und brutal klingt wie True Blood, wird schnell klar, dass die Serie seinem HBO-Vorgänger in nichts nachstehen wird. Was zum einen wieder an der nicht ganz jugendfreien Umsetzung der Bücher liegt – schon in der ersten Folge verlieren einige Soldaten ihre Köpfe und leichte Damen ihre Kleidung –, und zum anderen an der durchweg gelungenen, sehr starlastigen Besetzung. Die Rolle des Eddard Stark wird von niemand anderem als Sean Bean verkörpert, vielen besser bekannt als Boromir aus Der Herr der Ringe. Ein ebenfalls sehr bekannter Name wäre Lena Headey, die auch Königin Gorgo in Frank Millers 300 spielte und somit ihrer Paraderolle treu bleibt. Sie spielt derart überzeugend, dass man ihr zu jeder Zeit die Rolle der schönen und doch durchtriebenen Königin Cersei abnimmt und sich fragt, was für eine Intrige sie als Nächstes ausheckt. Auch alte Bekannte aus den Harry Potter-Filmen werden wir wiedertreffen. Sowohl Natalia Tena, die Nymphadora Tonks verkörperte, als auch David Bradley, der den Hausmeister Argus Filch spielte, sind in kleineren, aber auch wiederkehrende Rollen zu bewundern. Außerdem ist die deutsch-türkische Schauspielerin Sibil Kekilli in der Rolle der Shae zu sehen und liefert eine solide Leistung ab.


