Veronica Roth über die Verfilmung von "Die Bestimmung"
- Verfasst von Daniel Schlereth
- In: Die Bestimmung
- Erschienen am 30 Nov 2011
Am 19. März 2012 erscheint im Verlag cbt Veronica Roths Dystopie Die Bestimmung, welche im Original (Divergent) bereits international erfolgreich ist. Es wunderte einen also kaum, als die Filmrechte verkauft wurden – an niemand geringeren als Summit Entertainment, das Produktionsstudio der Twilight-Saga. Die Autorin der Buchvorlage verriet nun im Interview, wie stark sie bei der Verfilmung involviert ist und wie sie sich die Besetzung vorstellt.
Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen … Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes zünftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie. Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft. Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…
Die Geschichte von Beatrice schreit förmlich nach einer Verfilmung. Deren Erfinderin, Veronica Roth, habe jedoch einen größeren Hang zu Büchern als zu Filmen, erzählte sie. "Ich mag den langsamen, gewissermaßen vermittelnden Prozess." Aufgrund der Geschwindigkeit von Filmen wisse sie nicht, ob eine Mitwirkung am Film das Richtige für sie sei. Einem kurzen Auftritt im Film selbst sei sie allerdings nicht abgeneigt. "Ich würde nicht nein sagen. Ich denke, es wäre so lustig. Und es ist keine Erfahrung, von der man denkt, dass man sie jemals machen könnte. Also ja, mir würde das gefallen. Aber ich denke jetzt nicht: 'Ich muss einen haben!'"
Was die Besetzungen angeht, hat Veronica Roth keine genauen Vorstellungen. "Wenn es um Filme geht, mag ich es irgendwie, unbekannte Leute zu sehen. Keine Gesichter, die schon überall waren, das wäre also meine Traumbesetzung, denke ich. Wirklich talentiert aber nicht wirklich bekannt."
Die Tatsache, dass die Filmrechte am ersten Band verkauft wurden, ehe sie mit dem Schreiben der letzten zwei Bände der Trilogie begonnen hatte, habe ihren Schreibstil nicht verändert, da sie ohnehin sehr filmisch schreibe. "Ich denke, wir stellen und manchmal vor, wie es aussieht, und die Umgebungen – all die Dinge, über die Leute nachdenken, wenn sie einen Film drehen, und ich schreibe sie einfach auf, also hat sich nicht wirklich etwas verändert. Ich glaube, es wäre anders, wenn sie die Rollen besetzt hätten, während ich schrieb, weil dann wäre es mir nicht mehr möglich gewesen, sie in meinem Kopf zu trennen, aber im Moment ist alles noch meine Vorstellung."



