Lionsgate hat nie eine Fusion mit Summit beabsichtigt

Sicherlich erinnert ihr euch noch an unseren Beitrag darüber, dass Lionsgate, die Produktionsfirma der Tribute von Panem, und Summit Entertainment, das Unternehmen hinter der Twilight-Saga, aufgrund Lionsgates finanzieller Situation über eine Mitgift verhandeln. Im Interview teilte Michael Burns, Vizepräsident von Lionsgate, nun weitere Einblicke hinter das Geschehen.

Die beiden Unternehmen hätten sich nie über einen spezifischen Deal unterhalten. Obwohl Fusionen in der Filmindustrie Sinn machen würden und bisherige Fusionen mit Mandate und Artison "sehr gut" gewesen seien, habe man bei Lionsgate nie einen Vertragsabschluss mit Summit verfolgt.

Burns sei zuversichtlich, dass man bei Lionsgate mit den Tributen von Panem einen großen Fisch an der Angel habe. "Wir haben einen großartigen Filmmacher, Gary Ross", sagte er. "Wir wollen uns nicht auf ein bestimmtes Franchise festlegen, aber wir fühlen uns gut mit dem, was wir bisher haben."


Verlosung zum Kinostart von "The Help" am 8. Dezember

Jackson, Mississippi Anfang der 60er Jahre: Als die junge Skeeter (Emma Stone) nach dem College in ihre Heimatstadt zurückkehrt, träumt sie davon Schriftstellerin zu werden. So fasst sie – angetrieben von ihrem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und entgegen aller Konventionen – den Entschluss, afro-amerikanische Frauen zu interviewen, die ihr Leben damit verbracht haben, sich als Hausmädchen um die Kinder der weißen Oberschicht zu kümmern.

Doch damit verstößt Skeeter nicht nur gegen den guten Ton, sondern auch gegen das Gesetz, womit sie sich und alle, die ihr geheimes Projekt unterstützen, in Gefahr bringt. Allen voran die gutherzige Aibileen (Viola Davis), die Skeeter als erste für ihr Projekt gewinnen kann, und die resolute Minnie (Octavia Spencer), die mit ihrem vorwitzigen Mundwerk und einzigartigem Schokoladenkuchen für Furore sorgt. Dabei werden Skeeters Freundschaften aus Kindheitstagen auf eine harte Probe gestellt und auch die schwarze Gemeinde steht dem Projekt zunächst mehr als skeptisch gegenüber. Doch nach einem folgenschweren Vorfall sind immer mehr Hausmädchen bereit, Skeeter ihre großartigen, tragischen bis witzigen Lebensgeschichten zu berichten. Jede Veränderung beginnt zunächst mit einem Flüstern, doch die Stimmen werden lauter - und es gibt eine Menge zu erzählen…

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Lionsgate und Summit verhandeln über Mitgift

In einem Artikel im September berichteten wir über Expertenprognosen in Sachen Zukunft von Lionsgate. Die Vorschau auf das, was dem Filmstudio blühen könnte, ist zuweilen dank der Tribute von Panem und laut Analytikern eine rosige Zukunft, doch immer wieder wird betont, dass Lionsgate sich nicht auf denm Bekanntheitsgrad der Buchreihe ausruhen kann und nach wie vor ordentlich anpacken muss, um nicht letztendlich in den sauren Apfel beißen zu müssen. Die leisen Zweifel ruhen auf den weniger guten Entscheidungen des Filmstudios in den vergangenen Jahren, die auch große Verluste zur Folge hatten.

Bereits in der Vergangenheit gab es zwischen den Vorständen von Lionsgate und Summit Entertainment, bekanntlich für alle Twilight-Filme verantwortlich, Gespräche über eine Fusion. Ein Zusammenschluss könnten beiden Filmstudios zugutekommen. Der finanzielle Druck auf Lionsgate würde sich verringern und das Unternehmen würde mit Summit einen erfahrenen Partner an seiner Seite haben. Vor kurzem wurde bekannt, dass Lionsgate für Die Tribute von Panem sogar dieselbe Werbeagentur engagiert hat, die auch schon die Trommel für die Twilight-Filme rührte. Summit schöpft allmählich seine größte Einnahmequelle, die Twilight-Saga, aus, muss sich also etwas Neues einfallen lassen. Da wäre ein Einstieg in den nächsten Erfolg, den Die Tribute von Panem zu versprechen scheinen, eine sehr gute Möglichkeit, die jedoch auch ein gewisses Risiko für Summit birgt, denn schließlich ist der Triumph des kommenden Filmes kein sicherer. Da die Filmstudios damals zu keiner Einigung gekommen seien, blieb das Unterfangen zunächst Theorie.

Nun wurde berichtet, dass der alte Fall neu aufgerollt wurde und die Chefetagen sich erneut an einem Tisch eingefunden haben, um das Vorhaben auszudiskutieren. Laut einem Informanten könnte der Entschluss, es noch einmal miteinander zu versuchen, das Resultat gemunkelter weiterer Interessenten, die Lionsgate den Hof gemacht haben sollen, gewesen sein. Eine Garantie, dass die erneuten Gespräche zu einer Einigung führen werden, gibt es natürlich nicht. Wie Bloomberg betont, kommen diese Informationen von keinen offiziellen, wenn auch zuverlässigen Quellen und wurden auch bisher seitens der Filmstudios nicht kommentiert.


Schneewittchen vs. Schneewittchen

Womöglich erinnern sich einige von euch an unseren Artikel im Februar, in dem wir unter anderem von drei geplanten Adaptionen vom berühmten Märchen Schneewittchen berichteten. Eine davon heißt Snow White and the Huntsman und eine weitere trägt, nachdem sie lange nur unter Brothers Grimm: Snow White bekannt war, den Titel Mirror Mirror. Um die dritte wurde es spätestens dann ruhig, als Universal Pictures und Relativity Media für ihre Versionen in einen kleinen Krieg zogen.

Für dieses Gefecht waren hauptsächlich die Starttermine beider Filme, die von Anfang an für das Jahr 2012 geplant waren, verantwortlich. Das Drama ist zu diesem Zeitpunkt auch sicher kein kleines gewesen, denn für die Erkenntnis, dass Kinobesucher an einem Déjà-vu dieser Art und das so kurz hintereinander nicht interessiert sein könnten, braucht niemand einen Doktortitel. Und schließlich handelt es sich hierbei um die Verfilmung von Schneewittchen, einer Geschichte, mit der Kino und Fernsehen in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt geflutet wurden. So wurden die Karten wochenlang neugemischt und immer frühere Starttermine genannt, bis einer letztendlich das Nachsehen hatte. Schließlich waren beide Projekte erst in den Startlöchern, und ohne Dreh und Postproduktion braucht niemand einen Kinostart. Auf den jeweiligen Cast scheinen beide Studios zu wetten, doch diese garantieren weder Sieg noch Niederlage. Die Rollen in Snow White and the Huntsman (u. a. Kristen Stewart, Chris Hemsworth, Charlize Theron) und Mirror Mirror (u. a. Lily Collins, Julia Roberts, Sean Bean) wurden hochkarätig besetzt.

Die Hoffnungen Universal Pictures’ und Relativity Medias ruhten also schon bald hauptsächlich auf dem jeweiligen Drehbuch und der Umsetzung. So wurde von beiden Seiten fortan mit den Unterschieden anstatt mit dem altbekannten Inhalt geworben, und seit gestern Abend können wir uns endlich selbst von diesen überzeugen. Der Trailer zu Snow White and the Huntsman ist bereits vergangene Woche erschienen und viele von euch haben ihn bestimmt schon gesehen. Der sehr düstere und kriegerische Hintergrund des am 1. Juni (amerikanischer Kinostart) erscheinenden Films von Regisseur Rupert Sanders steht ganz klar im Kontrast zum quietschbunten, humoristischen (und leicht Bollywood angehauchten) Trailer zu Tarsem Singhs Mirror Mirror (deutscher Kinostart: 05. April 2012).

Dass dieser Wettkampf den Ehrgeiz der Macher eventuell gesteigert hat und wir deshalb auf ein Kinoerlebnis der Extraklasse hoffen mögen, könnte ein schöner Nebeneffekt dieses wahnwitzigen Wettbewerbs sein. Was haltet ihr von den beiden Trailern? Favorisiert ihr einen der Filme oder gar beide?